Alles andere als selbstverständlich. So oft hört man in den Nachrichten, wie viele Millionen Menschen von Hunger betroffen sind. Ich versuche mir manchmal vorzustellen, wie das sein muss. Es ist gar nicht einfach, sich wirklich einzufühlen. Wie ist es, mit einem dauernden Hungergefühl zu leben, wie wirkt sich der Hunger ganz konkret auf mein Befinden aus, und wie schlimm muss es sein, wenn ich meinen hungrigen Kindern nichts zu essen geben kann? Ganz selbstverständlich essen wir uns mehrmals täglich satt, ohne darüber nachzudenken, dass das längst nicht alle können!
Der 16. Oktober, Jahrestag der Gründung der FAO. Der Welternährungstag oder Welthungertag erinnert an die Gründung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen am 16. Oktober 1945. Deren Ziel ist die Aufklärung über weltweiten Hunger, Unterernährung und die Notwendigkeit fairer und sicherer Ernährungssysteme. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Innovate today. Nourish tomorrow.“ (Innovationen für die Ernährung der Zukunft).
Unser Fokus: Produkte aus Palästina. Wie jedes Jahr beteiligt sich auch der claro-Weltladen mit einer eigenen Aktion an diesem Ziel. Heuer legt er den Fokus auf Palästina und seine Landwirtschaft. Viele Bauern werden dort unterdrückt, misshandelt und an ihrer Arbeit gehindert. Manche können ihre Felder gar nicht bestellen oder ihre Ernte nicht einbringen. Oft wird ihr Boden sogar beschlagnahmt. Ab dem 16. Oktober bieten wir deshalb spezielle Produkte aus Palästina an: Olivenöl, Maftoul – ein handgerolltes Couscous aus palästinensischen Frauenkooperativen –, Za’atar – ein typisches Gewürz aus Sesam und verschiedenen Kräutern –, aber auch verschiedene palästinensische Handwerksartikel. Zudem können Sie auch die herrlichen Medjool-Datteln der letztjährigen Ernte aus dem Jordantal rund um Jericho degustieren. Gerne laden wir Sie in diesen Tagen zu einem Besuch ein. Unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen!
(Text und Bilder: dw für der «Belper» vom 15.10.2026)


